St. Johannis Kirche

St. JOHANNIS-KIRCHE ARENSHORST

Die schöne Fachwerkkirche der Evang.-luth. Kirchengemeinde Arenshorst ist die einzige dieser Art im ganzen Landkreis Osnabrück. Schon seit 1353 steht an dieser Stelle eine Kapelle. Zuerst war sie die Privatkapelle des Gutsherrn von Arenshorst. Der heutige Kirchenbau wurde vor 1506 errichtet und mehrfach erweitert. 1875 stiftete der damalige Patron Wilhelm-Benjamin von Ledebur anlässlich seiner diamantenen Hochzeit mit seiner Frau Dorothea den 36 m hohen roten Backsteinturm. Drei Glocken laden regelmäßig zum Gottesdienst und zum Gebet ein. 1970 wurde das Innere der Kirche grundlegend renoviert. Im Jahr 1815 war die Kapelle zur Pfarrkirche erhoben worden und damit zur Hauptkirche der überwiegend evangelischen Bevölkerung auch der Nachbargemeinden Ostercappeln und Bohmte. An jedem Sonntag bleibt sie nach dem Gottesdienst bis in die Abendstunden geöffnet und kann besichtigt werden. Auf Nachfrage bieten wir auch Gruppenführungen an.

St. Johannis Kirche besuchen


In beiden Gemeinden wurde erst 1914 bzw. 1955 eine eigene evangelische Kirche errichtet. Die Arenshorster Kirche ist auch eine Gutskirche mit der kirchenrechtlichen Konstruktion des Patronats. Der heutige Besitzer des Gutes ist die Familie Claas aus Harsewinkel, die es im Jahr 1961 von Familie von Ledebur erworben hat. Die katholische Familie unterstützt jetzt in dritter Generation ihre Gutskirche und deren Gemeinde.




DIE GEMEINDE

Die zahlenmäßig kleine Gemeinde feiert gerne und ist stolz auf ihren Posaunen- und Gospelchor. Mit der Grundschule Herringhausen wurde ein gemeinsamer Kinderchor ins Leben gerufen. Oft wird zu Konzerten in die Kirche eingeladen, da ihre Akustik ein tolles Klangerlebnis bietet.

KIRCHE ARENSHORST 1353

Im Inneren der Kirche spiegelt sich die dörfliche Ordnung vergangener Jahrhunderte wider: Während sich auf der rechten Seite die beiden abgegrenzten Adelssitze („Prieche“) befinden, waren die Bänke im Mittelschiff für die übrige Dorfbevölkerung bestimmt – auch hier geordnet nach Bedeutung: Im hinteren, leicht erhobenen, mit Türen versehen Teil saßen die Bauern weiter vorne das „gemeine“ Volk und oben auf der Empore die „Knechte“.

Schaut man zum Altar, blickt man auf das Kruzifix aus dem 13./14. Jahrhundert. Das Antependium mit dem letzten Abendmahl Jesu aus Chromnickelstahl wurde von Prof. Seemann im Jahr 1972 erstellt.

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